Social Bookmarking, PLEs und Blogs im Unterricht?

Nach bloss zwei Präsenz-Terminen an der PHTG bin ich jetzt also verLIN:Kt… Bevor ich meinen Lernenden IKT-Kompetenzen vermitteln kann, soll ich mich selbst kompetent im Netz bewegen können. So lerne ich selbständig von zu Hause aus, mich in der virtuellen Lernumgebung des LIN:K-Kurses zurechtzufinden, durchforste Inhalte auf ILIAS und MOODLE, erstelle Profile auf iGoogle und diigo, ein e-Portfolio auf Mahara, und schliesslich diesen Blog. Gar nicht einfach, den Überblick über diese Lernumgebung zu behalten.

In iGoogle, meinem Personal Learning Environment, sollen die Fäden zusammenlaufen. Hier habe ich die nötigen Tools bereitgestellt, kann Notizen sammeln, Termine organisieren, Wikipedia durchsuchen. Es hat ganz schön lange gedauert, bis ich nur schon meine wenigen Seiten und den Blog eingerichtet und in iGoogle verlinkt habe, und doch habe ich das Gefühl, dass das Ganze erst ein leeres Gerüst darstellt. Jetzt müssen Inhalte her. Und ein Publikum, ein Netzwerk. Wer liest jetzt meinen Blog, wie findet er ihn überhaupt? Woher kriege ich Tipps, Ideen und Kommentare? Bis jetzt habe ich das Gefühl, dass ich vorallem Zeit investiert habe, um den Aufbau und die Funktionsweise der verschiedenen Tools und Sites zu verstehen. Um aber von diesem Netz langfristig profitieren zu können, muss ich Kontakte knüpfen und pflegen und Inhalte regelmässig aktualisieren.

Kann ich etwas von diesem aufwändigen Konstrukt im eigenen Unterricht verwenden? Wie können Lernende mit zwei bis drei Französischlektionen pro Woche von diesen Instrumenten profitieren? Ich lasse meinen Ideen mal freien Lauf und hoffe auf eure hilfreichen Kommentare und Tipps, liebe Leser!

Den Vorteil eines PLE sehe ich darin, Online-Ressourcen zu sammeln. Ich könnte mir vorstellen, dass die Erstellung einer solchen PLE in den Informatikunterricht integriert ist und dass Fachlehrer gemeinsam mit den Schülern nützliche Tools für ihr jeweiliges Fach auflisten. Schüler nehmen ihre Lieblingstools in iGoogle auf. Durch Social Bookmarking könnten z. B. Übersichts- und Übungsseiten für Grammatik gesammelt werden, aber auch Ressourcen wie Film- und Literaturdatenbanken. Schüler könnten aber auch Bücher (z.B. von der Matura-Leseliste) mit Tags versehen, verlinken, weiterempfehlen… So könnte ein klassenübergreifender Austausch erfolgen, ähnlich wie Christian Spannagel im folgenden Video erklärt:

<center><br><a href=“http://www.videos.vc“>YouTube Videos</a></center>

Der Blog kann im Fremdsprachenunterricht bestimmt vielseitig eingesetzt werden. Ich denke da zum Beispiel an eine Form des Lesetagebuches, das jedoch viel einfacher mit im Netz recherchiertem Multimedia-Material ergänzt werden kann. Natürlich könnten auch andere Projekte von einem Online-Lerntagebuch begleitet werden, mit dem Vorteil, das dieses Lehrenden und Lernenden fast überall zur Verfügung steht.  Spontan kommen mir auch die obligatorischen Fremdsprachenaufenthalte in den Sinn, von welchen via Blog berichtet werden könnte.

Wieso nicht als Einstieg einige französischsprachige Blogs suchen, verfolgen und kommentieren?

Advertisements